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SEISMOGRAPHISCHE AUFZEICHNUNG | ARCHITEKTONISCHE STRUKTUR | LAYERED SPACE
Seit 2007 entwickle ich ein Verfahren des Zeichnens, das ich „Seismographische Aufzeichnung“ nenne.
Dabei werden vom Körper oder der Umgebung ausgehende Signale zunächst vom Hirn registriert und an den Arm, die Hand und den Bleistift übermittelt, bevor sie auf Papier gebracht werden. Wie bei einem Seismografen verwandle ich meinen Körper bei diesem Vorgang in ein Aufzeichnungsgerät, das innere Impulse in sichtbare Spuren übersetzt.
Über die jahrelange Beschäftigung mit dem „Seismographischen Aufzeichnen“, stellt sich zunehmend die Frage nach dem „Räumlichen“. Vermutlich ist der Begriff „Spaces“ besser geeignet, um das zu umschreiben, was ich gerade erforsche.

Anhand von den Seismographischen Aufzeichnungen (vom Körper) habe ich begonnen, dreidimensional Modelle zu bauen. Mich interessiert, ob ich aus diesen Strukturen, die durch die Aufzeichnungen entstehen und die ich in dreidimensionale Formen bringe, neue geometrische und statische Formen entwickeln kann. Diese Modelle möchte ich groß bauen, als begehbare architektonische Skulpturen. Dafür bin ich mit Architekten und Ingenieuren im Austausch. Bis jetzt haben wir noch nicht die technischen Lösungen gefunden, um diese Skulpturen zu bauen.
Parallel begann ich 2021, mit Aquarellfarbe zu arbeiten. Dazu habe ich die Technik entwickelt, bei der ich mit lasierender Farbe geometrische Formen übereinander lagere, so dass anhand dieser Überlagerungen Räume (Spaces) entstehen. Der Vorgang gehört zum ähnlichen Gedankenkosmos wie bei den Aufzeichnungen: Da entsteht eine räumliche Wirkung durch die Überlagerung von Linien, während bei den Aquarellen die Überlagerung geometrischer Formen eine räumliche Tiefe erzeugt.
Um die Räumlichkeit zu erweitern, überlagere ich diese mit einem Cutout (Tusche auf Transparentpapier). Dadurch entsteht ein 3D-Raum und Schattenwurf, der sich je nach Lichtverhältnissen verändert. Diese Arbeiten nenne ich „Layered Spaces“.
Als Weiteres entstehen Zeichnungen und Cutouts, die sich im weiteren Sinne mit Mikro- und Makro- „Space“ beschäftigen.